KABA AG Wetzikon

Die IGO zu Besuch bei der Firma KABA AG…

Am Freitag 8. Juli 2011 um 13.15 Uhr trafen wir uns bei der KABA AG in Wetzikon. Ruedi Müller machte mit seiner neuen Berufung als Parkplatzeinweiser eine gute Figur.

Im Schulungsraum begrüsste uns Ruedi mit ein paar kurzen Worten. Nach einem Werbefilm, der die breite Produktpallette der KABA AG vorstellte, ging es in zwei Gruppen aufgeteilt, ausgerüstet mit Kopfhörer auf Besichtigungstour.
Meine Gruppe durfte zuerst die Galvanik anschauen. Ruedi erklärte uns die vielseitigen Beschichtungen, die unter seiner Führung produziert werden. Darunter ist Nickel, Chrom, Kupfer und Gold sowie das Brünieren und Schwärzen zu finden. Die Galvanik der KABA produziert nicht nur Inhaus, sondern zeichnet sich auch als Lohngalvanik aus.

Wir wurden gebeten die Produktionsstätte genauer unter die Lupe zu nehmen, Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen dazu aufzuschreiben und abzugeben.

Durch die ISO-Zertifizierung hat sich viel verändert, alle Werkzeuge sind sauber und an ihrem vorbestimmten Platz eingeräumt und angeschrieben. Ruedi zeigte uns als sehr gutes Beispiel sein Labor. Sogar der Computerbildschirm ist mit „Bildschirm“ und die Tastatur mit „Tastatur“ angeschrieben. 🙂 Sehr vorbildlich Ruedi!

Im Keller besichtigten wir dann die Abwasseraufbereitung und die Kreislaufanlage. Sehenswert für viele war hier wohl die UV-Oxidation, die in der Galvanik der KABA AG schon seit Jahren für bestes Kreislaufwasser sorgt.

Weiter besichtigen wir die einzelnen Produktionsschritte unter fachkundiger Führung.

Die Neusilberschlüssel werden ausschliesslich an einer Stanzmaschine gefertigt. Die Tagesproduktion wird dann als Rohling gelagert.

Nach dem Trovalisieren werden die Schlüssel nummeriert und mit einem individuellen Schliessportrait versehen.

Die Messingzylinder werden als Rohlinge eingekauft und werden bei der KABA AG mittels CNC-Maschinen vollautomatisch bearbeitet.

Das filigrane Bestücken der Schliesszylinder mit den passenden Stiften und Federn, wird fast ausschliesslich von Frauen in Handarbeit gemacht.

Im Bereich der elektronischen Verriegelung sind die Arbeitsplätze neu gestaltet und noch in der Versuchsphase. Maximal drei Personen können an einem neuen Arbeitsplatz rotierend die kompletten Türschlösser zusammenstellen. Zur Sicherheit sind die Lagerkisten mit den Einzelteilen durch Lampen gekennzeichnet und der Montagemitarbeiter weiss dadurch wie viel er von welchem Teil raus nehmen muss.

Zum guten Abschluss durften wir bei einem geselligen Beisammensein das Gesehene besprechen und eine leckere kalte Platte, die von der KABA AG gesponsert wurde, geniessen. Nach 16.00 Uhr war dann aber Schluss mit Lustig, das Kantinenpersonal wollte endlich in ihr verdientes Wochenende. Kein Problem, für die die noch Lust hatten, ging die Party bei Ruedi und Alice Zuhause weiter.

Einen grossen Dank an Ruedi Müller, der es den Mitgliedern der IGO ermöglichte einen Einblick in die Produktionswerkstätte der KABA AG zu erhalten.

Nora Erlacher